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Die Evangelische Allianz, Ökumene und Freimaurerei
Rolf
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Die Evangelische Allianz, Ökumene und Freimaurerei



Auszug aus dem Buch: Die Evangelische Allianz


Von Erich Brüning und Harry Graf

Die u. a. von Kottwitz beeinflussten Tholuck, Bethmann-Hollweg und Johann Hinrich Wichern gehörten zu jenen Christen, die im Zusammenhang mit der Gründung und Entwicklung der Evangelischen Allianz in Deutschland bedeutsam waren. Ursprünglich ging der Impuls zur Gründung einer Vereinigung von Christen von Grossbritannien aus. Prof. Dr. Erich Beyreuther schreibt in seinem Buch „Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland“ über die Anfänge:

„Der entscheidende Anstoss ging nicht von Deutschland, dem Mutterland der Reformation, aus. Britische Christen gingen hier voran. Dort litt man am stärksten unter der Zerspaltung der Kirche, denn die Erweckungs- und Missionsbewegung hatte andererseits zu einer weiteren organisatorischen Aufsplitterung des kirchlichen Lebens geführt.“13

Zu diesen britischen Theologen gehörte unter anderen auch der Freimaurer Prof. Thomas Chalmers. Hermann Neuer erwähnt Chalmers in seinem Buch „Die Freimaurer“ wie folgt:

„Der schottische Theologieprofessor und erste Moderator der Synode der 1843 durch Abspaltung von der Church of Scotland entstandenen Free Church of Scotland, Thomas Chalmers (1780-1847), war der wichtigste der Begründer der Evangelischen Allianz. Er gehörte nach Auskunft der Grossloge von Schottland seit 1800 zur Freimaurerloge ‚No. 1’ in Forfashire.“14

Chalmers berief im Oktober 1845 mit anderen in Liverpool eine erste vorbereitende Konferenz und lud Vertreter aller Kirchen und christlichen Gemeinschaften von England, Schottland, Wales und Irland ein. 216 Vertreter von zwanzig verschiedenen Denominationen folgten seinem Ruf.

Die Gründungskonferenz der Evangelischen Allianz fand am 19. August 1846 im grössten Freimaurersaal Londons statt15, was auch offiziell im Berichtsband der Konferenz festgehalten wurde.

Schon bald beteiligten sich auch deutsche Christen an der aufkommenden Allianzbewegung. Auf Ersuchen des preussischen Königs Friedrich Wilhelm IV. (er war nicht Freimaurer) wurde die Allianz-Konferenz vom 9. bis 17. September 1857 nach Berlin verlegt. Diese Berliner Allianz-Konferenz stand in verschiedener Hinsicht in Zusammenhang mit freimaurerischen Persönlichkeiten. Der bereits erwähnte Autor Erich Beyreuther erwähnt die peinliche Vorstellung von Professor Schenkel, einem Freimaurer:

„Peinlich war auch die Rolle, die Professor Dr. Schenkel auf der Versammlung spielte. Er war ihr ausgesprochener Liebling. Man merkte nicht, dass er sich bei seiner pathetischen Proklamation einer Religion, die nur dem freien, allein richtungsgebenden Gewissen folgen sollte, von den 9 Londoner Punkten der Allianz weit entfernt hatte.“16

Dr. Schenkel wandte sich nach Beyreuther 1858 radikal von der Erweckungsbewegung ab und gründete mit dem Schweizer Freimauer Prof. Johann Kaspar Bluntschli den „Protestantenverein“ als „Schutzverband eines freien Christentums“. Das Internationale Freimaurerlexikon schreibt über Bluntschli:

„... Gründer (mit Schenkel) des Deutschen Protestantenvereins, streitbarer Verfechter der ‚christlichen Gottes- und Menschenliebe’ gegenüber theologischem Dogma, Verfasser des ‚Allgemeinen Staatsrechtes’.“17

Schenkel war nicht der einzige Freimaurer an dieser Konferenz. Erich Beyreuther hält fest:

„Man hatte herausgefunden, dass sich unter den Konferenzbesuchern eine Reihe namhafter Berliner Freimaurer befanden. Das gab Anlass genug, die Allianz mit der Freimaurersache in enge wechselseitige Beziehung zu bringen.“18

Der „erhebende“ Höhepunkt der Konferenz stellte der Besuch der ganzen Konferenz (mit achthundert Tagesgästen) beim preussischen König auf seinem Schloss Sanssouci dar. Diesem Anlass wohnte auch der spätere Kaiser und Freimaurer Wilhelm I.19 bei. Die Bedeutung der Konferenz wurde unterschiedlich beurteilt. Der Freimaurer, Staatsmann und Sozialreformer Lord Anthony Shaftesbury20 nannte in London die Berliner Konferenz:

„... eine Epoche in der Weltgeschichte“.21

Auch in jüngster Vergangenheit wurde zur Verbindung von Evangelischer Allianz und Freimaurerei Stellung genommen. In einer Stellungnahme des Zentralvorstandes der Allianz erschien im Idea-Spektrum unter der Überschrift „Evangelikale gegen Freimaurer“ eine Erklärung, der Vorstand habe sich repräsentativ für die Allianz im Gebet

„… von allen Machenschaften und Verbindungen zur Freimaurerei losgesagt …“22

Das Gebet lautete:

„Wir tun Busse und stellen uns unter die Schuld unserer Vorgänger …

Wir brechen im Namen Jesus Christus den Fluch des Freimaurertums über der Evangelischen Allianz-Bewegung.“23

Im Zusammenhang mit der Evangelischen Allianz muss auch Henry Dunant erwähnt werden. Seine Gründung des Roten Kreuzes und der Erhalt des Friedensnobelpreises ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist seine Mitgliedschaft im Freimaurerbund 24 und seine Bedeutung hinsichtlich der Evangelischen Allianz und des CVJM. Als 1847 in Genf die Schweizerische Evangelische Allianz gegründet wurde, berief man Henry Dunant in die Stellung des Sekretärs. Dunant war auch 1855 Gründungsmitglied und Schweizer Vertreter der Weltbundes des CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen).



Die Ökumenische Bewegung

Die Ökumenische Bewegung, in der sich alle religiösen Bewegungen der Welt auf einem gemeinsamen Nenner finden, stellt in religiöser Hinsicht die Umsetzung freimaurerischer Zielsetzungen dar. In einem früheren Kapitel wurde bereits festgehalten, dass sich die Freimaurerei in ihren ethischen Prinzipien als „Religion des kleinsten gemeinsamen Nenners“25 versteht. In diesem Sinn hat das „Council des Parlamentes der Weltreligionen“ im August/September 1993 in Chicago eine Erklärung verfasst, die diesen gemeinsamen Nenner als „Weltethos“ formuliert. Der Freimaurer-Autor Klaus Preiss zieht hier eine direkte Verbindung zwischen Weltethos und freimaurerischen Tugenden:

„So gesehen können die Prinzipien eines Weltethos als eine zeitgemässe Konkretisierung freimaurerischer Tugenden verstanden werden.“26

Ursprünglich liefen die Evangelische Allianz und die Ökumenische Bewegung, die wesentlich durch das II. Vatikanische Konzil beflügelt worden waren, nebeneinander her. Die Allianz hatte aber wie die Ökumenische Bewegung das Ziel einer internationalen Glaubensgemeinschaft. Erich Beyreuther selbst beurteilt die Evangelische Allianz wie folgt:

„Die Deutsche Evangelische Allianz, dieses Kind der Erweckungsbewegung, hat zeitlebens den Dienst internationaler Vermittlung getan ... Wie die internationale, so ist auch die Deutsche Evangelische Allianz ein Bruderbund, kein Kirchenbund.“27

Diese Internationalisierung führte in späteren Jahren zu einer ökumenischen Öffnung auch gegenüber ausserevangelikalen, christlichen Bewegungen. 1958 lautete die öffentliche Erklärung zum Verhältnis zwischen Allianz und Ökumene:

„Allianz ist eine Einheitsbewegung, die gläubige Brüder und Schwestern aus allen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften umfasst – Ökumene ist eine Einheitsbwegung, die die verschiedenen Kirchen und Freikirchen auf der Welt mit dazu entsandten Delegierten umfasst.“28

In einer ungekürzten Meldung der Delegiertenkonferenz in Bad Blankenburg von 1992 ist von einer Differenzierung zwischen Allianz und Ökumene nichts mehr zu spüren. Es heisst dort:

„Die Deutsche Evangelische Allianz sollte sich stärker für pfingstkirchliche charismatische und katholische Christen öffnen. Besonders ‚das Jahr mit der Bibel’ habe gezeigt, dass die Zusammenarbeit mit katholischen Christen hoffnungsvoll sei ... Der Generalsekretär der Evangelischen Allianz berichtet von guten Erfahrungen mit Pfingstlern und Charismatikern in einzelnen örtlichen Allianzen. Auch Katholiken können bei der evangelikalen Sammlungsbewegung mitmachen.“29

Dass heute praktisch keine Differenzen mehr zwischen Allianz und Ökumene bestehen, hält W. Zöller in der Zeitschrift „Bibel und Gemeinde“ fest:

„Die Verflechtung von der Deutschen Evangelischen Allianz und dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf ist lückenlos.“30

Diese Verflechtung wird auch durch die Tatsache untermauert, dass die Evangelische Allianz in beratender Tätigkeit der Europäischen Ökumenischen Kommission für Kirche und Gesellschaft (EECCS) angehört.31

Eine wesentliche Person im Zusammenhang mit Allianz und Ökumenischer Bewegung ist der Evangelist Billy Graham. Graham wurde von der Evangelischen Allianz zu mehreren Grossevangelisationen nach Deutschland eingeladen. In einer Erklärung von 1958 hiess es seitens der Allianz:

„Die Evangelische Allianz ist mit den Grossevangelisationen Billy Grahams zu einem neuen Angriff angetreten ...“32

1974 suchte Graham als bedeutender Vertreter der „Neuen Evangelikalen“ und einer der Führer des Lausanner Kongresses für Weltmission eine Annäherung mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen.

Infolge auch dieser Bewegung wurde das ursprüngliche Verständnis von Mission, Bekehrung und Wiedergeburt uminterpretiert. A. Johnstone schildert in seinem Werk „Umkämpfte Weltmission“ diese Problematik. Hauptkritikpunkte an der Ökumene sind:

1.) Die Ökumene vertritt die Haltung, dass Menschheit und Welt in Christus bereits erlöst sind.

2.) Damit fällt eine Bekehrung als Voraussetzung zur Erlangung dieser Erlösung weg und wird zu einem blossen Erkennen dessen, was Christus bereits getan hat.

3.) Die Bibel ist der unzahlbare Schatz der Kirche, aber nicht das einzige Wort.

4.) Wiedergeburt bedeutet lediglich ein grösseres Mass an “Licht” zu erfassen.33

Damit bewegte sich die Weltkirche deutlich in Richtung der freimaurerischen Bestrebung nach zunehmender Erleuchtung. Auch in anderen zentralen Punkten christlicher Lehre fand eine Annäherung an freimaurerisches Gedankengut statt

Früher schon, bereits nach der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen von 1961 in Neu Dehli, hatten die Kirchen die Voraussetzung einer Wiedergeburt als notwendige Grundlage zur Erneuerung verworfen. Die globale Schau der Ökumene nivellierte den Unterschied zwischen Kirche und Welt, zwischen Christentum, nicht-christlichen Religionen und zwischen Personen die “keinen Glauben haben”.34 Nach dieser Konferenz in Neu-Dehli wurde auch die Meinung vertreten, dass nicht die christliche Gemeinde, die „ecclessia“, das Reich Gottes erben werde, sondern alle Menschen. Die Kirche sei nicht mehr allein der Leib Christi, sondern die ganze Welt. Das universal erlöste Universum bilde seinen Leib.

Auch Graham trug durch seine Aktivitäten – vor allem in der jüngeren Vergangenheit – zu einer Annäherung zwischen evangelikalen und ökumenischen Standpunkten bei. Bekannt wurden in der Öffentlichkeit vor allem seine positiven Äusserungen zu christlichen Kirchen und Sekten. In einer Fernsehsendung mit dem bekannten Larry King, wurde Graham zu seiner Einschätzung der Mormonen, dem Katholizismus oder anderen Bekenntnissen gefragt. Grahams Antwort war:

„Oh, ich denke, ich habe mit ihnen allen eine wunderbare Gemeinschaft.“35

Auf Vatikan und Papst angesprochen, meinte Graham weiter:

„Mit dem Vatikan komme ich sehr gut klar. Ich war mehrmals dort und habe mich mit dem Papst getroffen ... Ich mag ihn sehr ... Er und ich, wir stimmen in fast allem überein.“36

Billy Graham wurde auch auf seine Stellung zum Judentum angesprochen. Graham antwortete auf die Frage: ‚Kommen Sie mit dem Judentum klar?’:

„Sehr gut ... Ytzhak Rabin war ein guter Freund von mir ... (und) in New York luden sie mich in den Rat der Rabbiner ein, damit ich mich mit ihnen träfe und mit ihnen rede, und Rabbi Tannenbaum, der ein guter Freund von uns allen war und kürzlich verstorben ist, gab mir noch mehr Rat und Hilfe, und ich verlasse mich ständig auf ihn, theologisch, geistlich und in jeder Hinsicht.”37

Abgesehen davon, dass Ytzhak Rabin Freimaurer war38, wird deutlich, mit welch unkritischer Haltung Graham seinen religiösen Freunden begegnet. Eine mögliche Erklärung für dieses Verhalten gibt uns D. J. T. Shaw in seiner Schrift „Die Neu-Evangelikalen“:

„Der Neuevangelikalismus ist ein Versuch, das Evangelium dem Modernismus schmackhaft zu machen und damit das Ärgernis des Kreuzes Jesu abzuschwächen ... Um der Seelen willen verbinden sich die Neuevangelikalen sogar teilweise mit Modernisten und Ungläubigen in ökumenischen Aktionen ...“39

Zu diesen Neuevangelikalen zählen sich auch Bill Bright und Billy Graham.



Peale, Schuller, Hybels, Graham, Bright – die modernen Christen

Norman Vincent Peale, Robert Schuller, Bill Hybels, Billy Graham und Bill Bright haben in den letzten Jahrzehnten einen enormen Einfluss auf die evangelikale Welt ausgeübt. Mit einer kurzen Abhandlung zu den Verbindungen zwischen diesen fünf Personen soll das Kapitel Freimaurerei und Christentum abgeschlossen werden.

Norman Vincent Peale gehört zu den einflussreichsten christlichen Personen der letzten Jahre. Berühmt wurde er durch sein Buch „Die Kraft des positiven Denkens“. Peale ist aber auch Freimaurer im höchsten, dem 33. Grad. Dave Hunt schreibt über Peale:

„Auf einem Titelblatt der Freimaurer-Zeitung New Age wurde Peale als Freimaurer des 33. Grades dargestellt40. Am 30. September 1991 wurde er in den Schottischen Ritus eingeführt und sein Porträt hängt nun im Freimaurertempel in Washington DC.“41

Peale äusserte sich auch öffentlich in der Auseinandersetzung, ob Christen Freimaurer sein können:

„Ich habe (bei den freimaurerischen Brüdern) niemals auch nur die leiseste Aussage vernommen, welcher ein Christ nicht zustimmen könnte.“42

Peale verband als einer der Ersten Theologie und Psychologie und wurde zum Wegbereiter der „christlichen Psychologie“. Vor allem seine Lehre vom positiven Denken hat weit über christliche Kreise hinaus Eingang gefunden. Unter anderem schrieb Peale:

„Die Welt, in der Sie leben, ist nicht physisch, sondern mental. Ändern Sie Ihr Denken, und Sie werden alles ändern. Ihr unbewusster Geist... (hat eine) Kraft, die Wünsche in Wirklichkeit verwandelt, wenn die Wünsche stark genug sind. Wer ist Gott? Irgendein theologisches Wesen ...? Gott ist Energie. Wenn Sie Gott einatmen, wenn Sie seine Energie visualisieren, werden Sie neu mit Energie aufgeladen! Gebetskraft ist eine Manifestation von Energie. Genau wie es wissenschaftliche Techniken für die Freisetzung von Atomenergie gibt, so gibt es wissenschaftliche Vorgehensweisen zur Freisetzung von spiritueller Energie durch den Mechanismus des Gebets ... Ständig werden neue und frische spirituelle Techniken entdeckt ... experimentieren Sie mit Gebetskraft.“43

Mit dieser Haltung bringt sich Peale in Übereinstimmung mit den Glaubensinhalten der antiken Mysterienkulte und der modernen New Age-Bewegung. Gleichzeitig steht diese Überzeugung im klaren Widerspruch zum biblischen Glauben an einen persönlichen Gott und einem Gespräch mit ihm, wie es die Bibel zeigt.

Robert Schuller, ebenfalls eine der einflussreichsten christlichen Personen der Neuzeit, der mit seiner wöchentlichen Sendung „Hour of Power“ über 20 Millionen Zuschauer erreicht, bezeichnet sich selbst als Schüler von Norman Vincent Peale.44

Das christliche Gedankengut Schullers ist ausserordentlich zwiespältig. In seiner Fernsehsendung nahm er am 5. Oktober 1997 den Internationalen Viktor-Frankl-Logotherapiepreis entgegen. In der Logotherapie Frankls wird der Patient aufgefordert, eine existenzielle Bedeutung seines Lebens auf der Erde (ohne Bezug auf Himmel oder Hölle) zu erkennen. Nach Frankl beinhaltet die Logotherapie:

„... spirituelle Werte ohne jeden ‚religiösen Unterton’ und gründet sich auf ‚das Gute, das Wahre und das Schöne’, aber nicht auf Gott.“45

Trotzdem bezeichnete Schuller anlässlich der Preisübergabe „Victor Frankl nach Jesus Christus als seinen zweitgrössten Lehrer“46.

Schuller ist auch in freimaurerischen Kreisen bezüglich seiner zweifelhaften Überzeugungen bekannt. Der Freimaurer Klaus Preiss nimmt in seinem Buch „Freimaurerei und Ethik“ Bezug auf Schuller und zitiert dessen Haltung zur Religiosität:

„Dass Religiosität angeboren ist, wird unter anderem von dem aus seinen Fernsehsendungen Hour of Power bekannten US-amerikanischen Pfarrer Robert Schuller vertreten. Schuller schreibt dazu in seinem Buch The Be-Happy Attitudes, Glauben sei keine Sache der Intelligenz, Glauben sei vielmehr eine Sache des Instinktes. Sogar die Wissenschaft habe kürzlich die Macht angeborenen Instinktes bestätigt.“47

Es ist bekannt, dass Billy Graham und Robert Schuller befreundet sind. In einem kürzlich ausgestrahlten Interview zwischen Schuller und Graham weist Schuller darauf hin, dass es Billy Graham war, der Schuller zu der Fernsehsendung „Hour of Power“ ermutigt habe. Im selben Interview befragt Schuller Graham auch nach seinem Verhältnis zu Norman V. Peale:

„Schuller: Billy, mein Lehrmeister war Norman Vincent Peale. Und ein wichtiger Lehrer war für mich ... Erzbischof Fulton Sheen, ein sehr lieber Freund ... Du kennst Fulton Sheen und auch Norman Peale. Was hältst du von diesen beiden Männern? Billy Graham: Ich kenne sie beide, so wie du auch, und ich habe sie beide geliebt. Und in meinem Buch steht eine Geschichte, wie Fulton Sheen einmal in einem Zug in mein Abteil kam und wir zwei oder drei Stunden zusammen verbrachten ... Die römisch-katholische Kirche ... öffnet ihre Arme und heisst uns willkommen, und fast überall, wo wir hingehen, erfreuen wir uns der Unterstützung durch die katholische Kirche.“48

Bill Hybels, Mitbegründer der Willow Creek-Gemeindebewegung, hatte enge Beziehungen zu Robert Schuller. In seinem Buch über Willow Creek beschreibt der Autor G. A. Pritchard, wie Hybels Ideen für ein neues Gemeindemodell sucht:

„Hybels hatte ein neues Verständnis für das gewonnen, was eine Gemeinde sein und tun sollte; doch fehlte ihm noch ein Modell, in das er seine Gemeindevision einbauen konnte. Dann fing er an, Robert Schullers Buch zu lesen.“49

In der Folge setzte sich Hybels intensiv mit Schuller auseinander, besuchte das Schuller-Institut für kirchliche Führungskräfte und führte auch seine engsten Führungskräfte mit Schuller zusammen. Pritchard schreibt in diesem Zusammenhang:

„Wie schon bemerkt, träumte Hybels erst noch davon, eine Gemeinde zu gründen, als er 1975 das Schuller-Institut für kirchliche Führungskräfte besuchte. Nach seiner Rückkehr sammelte er Leute um sich, mit denen er eine Gemeinde auf der Grundlage der neuen Strategie bauen wollte. Nachdem Willow Creek schon eine Weile gearbeitet hatte, wählte Hybels etwa 25 der engsten Mitarbeiter aus und liess sie die Schullersche Konferenz für Gemeindeleitung besuchen, um in dessen Strategie geschult zu werden. Holmbo [Einer der führenden Mitarbeiter von Willow Creek – Anm. d. Aut.] berichtet, welch grosse Ermutigung darin für die jungen Creeker lag: ‚Selbst bei dieser Konferenz wurde Bill [Hybels – Anm. d. Aut.] hervorgehoben. Als alle Leute in der Kirche Platz genommen hatten, zeigte Schuller auf Bill und bat ihn, er möge doch einmal aufstehen. Dann sagte er: ‚Ich möchte euch wissen lassen, dass dieser Mann hier neben mir da draussen bei Chicago genau das tut, worüber wir in dieser Konferenz reden.’ Das hat uns sehr ermutigt.’ “50

Peale, Schuller, Graham, Bright, Colson und andere Christen haben sich eindeutig auf einen Kurs begeben, der in freimaurerischem Sinn die Vermittlung eines kleinsten gemeinsamen christlichen Nenners sucht. Dies wird auch in der Beziehung dieser Männer zur umstrittenen Person von Sir John Marks Templeton deutlich.

Templeton, Wall-Street-Manager, Evolutionist, Pantheist, Universalist und Okkultist, ist der Stifter des nach ihm benannten, mit einer Million Dollar dotierten Templeton-Preises „Für den Fortschritt der Religionen“. Dieser Preis wurde unter anderem auch Chuck Colson, Bill Bright und Billy Graham verliehen.

Seine Überzeugung bringt Templeton in seinem Buch „Discovering the Laws of Life“ (Die Gesetze des Lebens entdecken) zum Ausdruck. Darin schreibt er unter anderem:

„Hinter diesem Buch steht mein Glaube, dass die grundlegenden Prinzipien zur Führung eines ‚edlen Lebens’ ... aus allen religiösen Traditionen abgeleitet werden können – aus der jüdischen, muslimischen, hinduistischen, buddhistischen und anderen ebenso wie aus der christlichen ...

Wir haben die Kraft, alles zu erschaffen, was wir in unserem Leben brauchen und diese Kraft in uns ist die Kraft des Geistes ... Es gibt ein Gesetz des Lebens ... Gedanken, die wir in unserem Geist hegen, werden sich in der äusseren Welt auf ihre eigene Weise reproduzieren ...“51

Es ist bezeichnend, dass Norman Vincent Peale das Vorwort zu diesem Buch geschrieben hat und dabei Templeton als „den bedeutendsten Laien der christlichen Kirche unserer Zeit“ bezeichnet.52

Ebenso bezeichnend ist die positive Erwähnung dieses Titels in der christlichen Zeitung „Christianity Today“ in ihrer Ausgabe vom 24. April 1994. Unter dem Titel „Wird Millionen von Lesern inspirieren“ empfahlen in dieser Ausgabe Norman Vincent Peale, Robert Schuller und Billy Graham nebst anderen das Lesen dieses Buches von Templeton.

Die moderne evangelikale Christenheit hat sich von der ursprünglichen Aufgabe, unabhängig von der erzielten Wirkung, wie Jesus das Evangelium klar und deutlich zu verkündigen, Busse, Umkehr und Wiedergeburt zu predigen, abbringen lassen.

Ganz in Übereinstimmung mit der freimaurerischen Zielsetzung einer religiösen Weltgemeinschaft wird mit Marketing-Methoden ein benutzerfreundliches Christentum gepredigt, um vermeintlich die grossen Massen zu Christus zu bringen. Dabei ist aber Christus in den Hintergrund getreten. Zwar wird sein Name allerorten in den Mund genommen, inhaltlich hat man sich aber weit von seiner biblischen Lehre entfernt.

Der moderne Christ versteht sich heute nicht mehr als „fremder Pilger“ auf dem Weg zu seiner „Heimstätte im Himmel“, sondern als Botschafter einer sich gegenseitig liebenden Weltgemeinschaft mit humanitären Wertmassstäben.





13 Prof. Dr. E. Beyreuther, Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland, Seite 9

14 Hermann Neuer, Die Freimaurer, Seite 39

15 Hermann Neuer, Die Freimaurer, Seite 39

16 Prof. Dr. E. Beyreuther, Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland, Seite 36

17 Internationales Freimaurerlexikon, Ausgabe 2000, Seite 139

18 Prof. Dr. E. Beyreuther, Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland, Seite 37

19 Internationales Freimaurerlexikon, Ausgabe 2000, Seite 399

20 Internationales Freimaurerlexikon, Ausgabe 2000, Seite 781

21 Prof. Dr. E. Beyreuther, Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland, Seite 43

22 Der Zentralvorstand der Evangelischen Allianz Schweiz in Idea-Spektrum 28/29 1999

23 Der Zentralvorstand der Evangelischen Allianz Schweiz in Idea-Spektrum 28/29 1999

24 Internationales Freimaurerlexikon, Ausgabe 2000, Seite 238

25 Klaus Preiss, Freimaurerei und Ethik, Seite 114

26 Klaus Preiss, Freimaurerei und Ethik, Seite 119

27 Prof. Dr. E. Beyreuther, Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland, Rückentext

28 Prof. Dr. E. Beyreuther, Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland, Seite 126

29 Zeitschrift „Signal“, Ausgabe Februar 93, Seite 9

30 W. Zöller in der Zeitschrift „Bibel und Gemeinde“, B8/41

31 Zeitschrift „Topic“, Nummer 11/1998, Seite 2

32 Prof. Dr. E. Beyreuther, Der Weg der Evangelischen Allianz in Deutschland, Seite 127

33 A. Johnstone, Umkämpfte Weltmission, Hänssler Verlag, Seite 139

34 A. Johnstone, Umkämpfte Weltmission, Hänssler Verlag, Seite 140

35 Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 587

36 Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 587

37 Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 587

38 Internationales Freimaurerlexikon, Ausgabe 2000, Seite 687

39 D. J. T. Shaw, Die Neu-Evangelikalen, Schriften des Bibelbundes, Seite 76

40 Scottish Rite Journal, Mai 1992

41 Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 250

42 The Miami Herald, 28. Juli 1995, Seite 1f. zitiert aus Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 250

43 Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 117/118

44 Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 589

45 Victor E. Frankl, The Doctor and the Soul: From Psychotherapy to Logotherapy, Random House 1973, zitiert aus Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 460

46 Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 460

47 Klaus Preiss, Freimaurerei und Ethik, Seite 52

48 Fernsehsendung „Hour of Power“ Juni 1997, zitiert aus Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 589

49 G. A. Pritchard, Willow Creek – die Kirche der Zukunft? 1. Auflage 1997, CLV Bielefeld, Seite 46

50 G. A. Pritchard, Willow Creek – die Kirche der Zukunft? Seite 51

51 Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 103

52 Dave Hunt, Die okkulte Invasion, Seite 103

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Was der Papst und Evangelikale gemeinsam haben







Bad Blankenburg (idea) – Papst Benedikt XVI. und evangelikale Christen stimmen in der entscheidenden Frage überein: Beide sind der Auffassung, dass das Herz des christlichen Glaubens die Beziehung zu Jesus Christus ist.

Das sagte der Vorsitzende der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Thomas Schirrmacher (Bonn), auf der ersten gemeinsamen Theologischen Studienkonferenz des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT) und der Konferenz Bibeltreuer Ausbildungsstätten (KBA). Das Treffen mit rund 110 Teilnehmern fand vom 17. bis 19. November im thüringischen Bad Blankenburg statt. Nach Ansicht Schirrmachers vollzieht sich derzeit eine „Evangelikalisierung der katholischen Kirche“. Dort seien zwar Traditionalismus und liberale Theologie weiterhin stark, jedoch nähmen die missionarischen Bemühungen „Roms“ zu. Probleme sieht Schirrmacher bei ökumenischen Gesprächen vor allem mit liberalen Vertretern der europäischen Kirchen. Bei diesen stehe Mission tendenziell unter Fundamentalismus-Verdacht. Die beiden Volkskirchen in Deutschland täten sich schwer mit dem Einsatz gegen Christenverfolgung. Schirrmacher: „Den Kirchen ist das Thema peinlich.“ Bundespolitiker seien „stinkesauer“ auf die Volkskirchen, weil diese sich zu wenig für verfolgte Christen engagierten.

Mehr Lutheraner im Regenwald Brasiliens als in Deutschland

Schirrmacher beobachtet derzeit einen „weltweiten Aufschwung“ der Evangelikalen. Ihre Zahl liege derzeit bei etwa 600 Millionen. Außerdem sei es zu bemerkenswerten Verschiebungen in der weltweiten Christenheit gekommen. Schirrmacher: „Es gibt heute im brasilianischen Regenwald mehr Anhänger Luthers als in Deutschland.“

Islam strebt in Europa die Mehrheit an

Der Islam-Experte und Kirchenrat i.R. Albrecht Hauser (Korntal bei Stuttgart) sagte, der Islam in Europa finde sich nicht mit seiner Minderheitssituation ab, sondern strebe die Mehrheit an. Angesichts der „schleichenden Islamisierung“ müssten die Politiker wach werden. Derzeit gebe es in Westeuropa etwa 15 Millionen Muslime. Islamische Länder wie Saudi-Arabien bildeten Missionare für Europa aus. Zudem versuchten muslimische Organisationen, Einfluss auf Politiker und Journalisten zu nehmen. Sie drängten darauf, dass der Islam nicht mehr kritisiert werden dürfe.

Johann-Tobias-Beck-Preis an Schweizer Pfarrer verliehen

Auf der Tagung wurde der Schweizer Pfarrer und Dozent Beat Weber (Linden/Kanton Bern) mit dem Johann-Tobias-Beck-Preis des AfeT ausgezeichnet. Er bekam die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung für sein 2010 erschienenes „Werkbuch Psalmen III – Theologie und Spiritualität des Psalters und seiner Psalmen“ (W. Kohlhammer/Stuttgart). Weber lehrt Altes Testament am Theologisch-Diakonischen Seminar Aarau und am Theologischen Seminar Bienenberg. Nach dem Theologischen Examen an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel 1981 promovierte er 1995 mit einer Arbeit zu Psalm 77 an der Universität Basel. Seither hat er sich mit zahlreichen Beiträgen an der neueren Psalmenforschung beteiligt. Der nach dem Tübinger Theologieprofessor Johann Tobias Beck (1804-1878) benannte Preis wird seit 1987 jährlich zur Förderung schriftgemäßer theologischer Literatur vergeben. Vorsitzender des AfeT ist der frühere Rektor des Tübinger Albrecht-Bengel-Studienhauses, Rolf Hille (Heilbronn). Den Vorsitz bei der KBA hat der Leiter des Forums Wiedenest, Ulrich Neuenhausen (Bergneustadt), inne.

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